„Smart Home“ ist in aller Munde. Doch was ist das eigentlich genau und welche Vorteile habe ich dabei? Heute stelle ich Ihnen Produkte und deren Nutzen aus dem Bereich Smart Home vor.

Was bedeutet Smart Home?

„Smart“ kann heutzutage vieles sein! Etwa der TV, das Smartphone, das installierte Sicherheitssystem bzw. die Heizung, sogar eine Steckdose oder das Fenster. Wenn man die einzelnen Komponenten optimal miteinander vernetzt und jeder Aktion einen digitalen Befehl zuweist, spricht man von einem Smart Home. Ein Beispiel: Man öffnet ein Fenster und die Heizung schaltet sich automatisch aus. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart sogar Geld!

Gigaset Elements

Die Firma Gigaset hat mit Elements ein modulares System im Angebot. Daher auch der Name. Das smarte Sicherheitssystem für die eigenen vier Wände umfasst neben der Base, die das Herzstück des Systems darstellt, diverse andere Elemente wie Bewegungsmelder, Sirene, Fenster- und Türkontakt, Rauchmelder, Schaltersteckdose, Funktaster, Wassermelder und  eine smarte Kamera.

Die Installation ist einfach. Man verbindet die Base mittels LAN-Kabel mit seinem vorhandenen WLAN-Router. Danach installiert man auf seinem Smartphone die Elements App, die für Android und iOS verfügbar ist. Ist dies abgeschlossen, kann man die verschiedenen Elemente mit der Base koppeln.

In der App ist wirklich jeder Schritt ganz genau erklärt und selbst User mit keiner oder kaum Erfahrung in diesem Bereich haben hier keine Probleme. Im Lieferumfang wird alles beigepackt, was man benötigt. Die diversen Sensoren für Türen oder Fenster werden mittels doppelseitigen Klebebandes an das jeweilige Objekt geklebt. Die Montage könnte also nicht einfacher sein. Auch die App bekommt von mir ein großes Lob! Sie wurde wirklich übersichtlich programmiert und es lassen sich diverse Gruppen oder Aktionen darin festlegen.

Was für mich ein großer Pluspunkt an Gigaset Elements ist, ist die Anbindung zu Google Home bzw. Philips Hue. Ich kann dadurch mittels Sprachbefehl etwa das Alarmsystem aktivieren oder deaktivieren und meine Steckdosen ein- und ausschalten.  Durch die Integration von Philips Hue ist es mir mit einer einfachen Regel in der Gigaset Elements App auch möglich, das Licht im Flur automatisch einzuschalten. Voraussetzung sind hier Leuchtmittel und eine Bridge von Philips.

Durch den mittlerweile günstigen Preis von Gigaset Elements ist dies, meiner Meinung nach, das optimale Produkt für den Einstieg ins Smart Home.

T-Mobile Smart Home

T-Mobile bringt Smart Home von der Deutschen Telekom zu uns nach Österreich. Dieses System gibt es bei unseren Nachbarn schon seit vielen Jahren, wodurch man davon ausgehen kann, dass es erprobt ist.

Was alle Smart Home Systeme gemein haben: Man benötigt zwingend immer eine sogenannte Bridge, Base bzw. Zentrale und eine aktive Internetverbindung mittels Router. Dies bildet immer das Herzstück des intelligenten Systems und jede einzelne Komponente bzw. jedes angebundene Gerät kommuniziert damit.

Wenn man bei Gigaset Elements von einem Sicherheitssystem sprechen kann, dann ist T-Mobile Smart Home in seinem Funktionsumfang deutlich größer. T-Mobile bietet neben eigenen Komponenten wie Tür-bzw. Fensterkontakte, Schaltersteckdosen, Bewegungsmelder, Wassermelder, Heizkörperthermostate, Rauchmelder, 2-fach Wandtaster, LED-Lampe E27, Innen- und Außenkamera, zusätzlich die Möglichkeit, diverse andere Hersteller mittels der T-Mobile Smarthome App zu steuern. Somit kann man hier von einer Komplettlösung sprechen.

Voraussetzung ist die Smart Home App von T-Mobile, sowie eine monatliche Smart Home Lizenzgebühr von 4,99 €. Eine smarte Steuerung der einzelnen Komponenten ist leider nur mittels Amazon Alexa möglich. Für mich fehlt hier die Integration von Google Home.

Auch bei T-Mobile Smart Home wurde die Installation sehr einfach gelöst. Man schließt die Basis an den Strom und mit dem beiliegenden Netzwerkkabel an den Router an. Danach öffnet man die T-Mobile Smart Home App, die für iOS und Android verfügbar ist, und registriert sich. Ohne Registrierung ist keine Nutzung möglich. Nach erfolgreicher Registrierung fügt man die Basis zum virtuellen Zuhause hinzu.

Das zentrale Steuerelement ist immer die App. Über diese kann man diverse Regeln und Abläufe festlegen bzw. einzelne Komponenten manuell steuern, hinzufügen oder, wenn es Alexa von Amazon gibt, sogar mittels Sprachbefehl agieren. Das Hinzufügen der einzelnen Komponenten funktioniert super. Hat man das jeweilige Produkt in der App gefunden, folgt man den Anweisungen zur Kopplung und nach wenigen Sekunden ist das Produkt einsatzbereit.

Meine Empfehlung ist, wirklich Raum für Raum smart zu machen. Smarte Komponenten verbauen, in der App benennen und eine Regel festlegen.  Mit T-Mobile Smart Home ist es möglich, sein gesamtes Haus oder seine Wohnung smarter zu machen. Einziger Nachteil: Man ist an einen Hersteller gebunden.

Ring

Wenn man in seinem Haushalt auf Ring setzen möchte, dann macht hier meiner Meinung nach nur das Komplettsystem einen Sinn.

Einer der Hauptunterschiede zu anderen Systemen ist definitiv jener, dass es bei Ring keine Base gibt. Somit sind alle Komponenten direkt mittels WLAN mit dem Router verbunden. Dies ist für mich bereits ein Nachteil, da hierbei die WLAN-Kanäle des Routers besetzt werden. Bei einem großen Einfamilienhaus sollte man auch darauf achten, einen guten Router zu verwenden.

Das bekannteste Ring-Produkt ist definitiv die Doorbell 2. Dies ist eine Türglocke mit eingebautem Lautsprecher und integrierter Kamera. Wenn jemand an der Tür läutet, bekommt man auf sein Smartphone eine Push-Benachrichtigung, wo man sofort mittels Live-Videos sieht, wer vor der Tür steht. Durch den integrierten Lautsprecher der Doorbell 2 kann man dann sogar mit der Person kommunizieren. Egal, ob man zu Hause oder unterwegs ist.

Das Sortiment von Ring umfasst aber noch deutlich mehr. Es gibt diverse Kamera-Lösungen für den Außen- und Innenbereich, einen eigenen Repeater mit integriertem Gong, ein Solar-Panel und diverse Ersatzakkus.
Auch bei Ring ist die App das Herzstück.

Bei der Montage der Kameras, die für die Überwachung und Sicherheit im Außenbereich gedacht sind, achten Sie bitte darauf, dass die Kamera wirklich nur auf Ihr Grundstück ausgerichtet ist. Ist dies geschafft, muss man sich nur noch über den sogenannten Protection Plan Gedanken machen. Ring bietet leider kein Gratis-System, wenn man den optimalen Schutz habe möchte. Man muss sich hier zwischen dem Basic (30 € jährlich) oder dem Plus (100 € jährlich) Plan entscheiden. Denn nur damit werden die Aufnahmen der Kameras in einer Cloud gespeichert. Ohne Protection Plan ist immer nur eine Live Übertragung möglich.

Ring bietet für mich ein wirklich umfangreiches System, das zwar nicht das günstigste ist, jedoch einen hohen Schutzfaktor gewährleistet und einfach in der Installation ist.  Bei den einzelnen Komponenten ist immer alles dabei, was man dafür benötigt. Ich empfehle Ring immer in Verbindung mit einem Protection Plan. Nur mit diesem haben Sie eine Aufzeichnung gespeichert und im Fall der Fälle ein Beweismittel parat.

Was ich in meiner Wohnung nutze

Mein erstes smartes Produkt war der Google Home Mini, den ich wirklich sehr gerne verwende. Danach kam der Google Chromecast und Chromecast Audio hinzu. Somit kann ich meinen TV bzw. die Soundbar mittels Sprache steuern. Durch meine Entscheidung für Google Home setze ich beim Sicherheitsaspekt und der smarten Steuerung meiner Steckdosen auf Gigaset Elements.

An Elements schätze ich die wirklich einfache Installation und auch den mittlerweile günstigen Anschaffungspreis. Ich nutze den Bewegungsmelder und den Türsensor für den Eingangsbereich. Zusätzlich habe ich eine Alarmsirene verbaut. An jedem Fenster wurde ein Fenstersensor verbaut, der automatisch erkennt, ob das Fenster gekippt, geöffnet oder geschlossen ist.

An jeder Steckdose habe ich einen Steckdosensensor montiert und zusätzlich im Wohnzimmer noch die Überwachungskamera platziert. Somit kann ich durch Google Home jede einzelne Steckdose mittels Sprachbefehl ein- und ausschalten bzw. von unterwegs sehen, was die Kamera gerade aufnimmt. Ich schätze Gigaset Elements wirklich sehr und möchte es nicht mehr missen. Als nächsten Schritt werde ich noch das Licht in Angriff nehmen. Hier möchte ich entweder auf Osram Lightify (Smart+) oder Philips Hue setzen.

Fazit

Smart Home ist leider nicht ganz günstig. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man sich dafür entscheidet. Es kann den Alltag maßgeblich erleichtern, ganz zu schweigen von den Sicherheitsaspekten. Außerdem muss man sagen, dass es ein gutes Gefühl ist, wenn man mittels Sprachbefehl etwas Simples wie eine Steckdose bedienen oder automatisch vorab eingestellte Aktionen starten kann.

Ich bin davon absolut überzeugt und gehe davon aus, dass dieses Thema immer wichtiger werden wird. Daher empfehle ich Ihnen, in einem unserer Hartlauer Geschäften vorbei zu kommen und sich von uns persönlich beraten zu lassen!

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