Das Samsung Galaxy Tab S3 ist zwar bereits Anfang 2017 erschienen, aber dennoch wollte ich es nun endlich für Sie testen und Ihnen vorstellen.

Design

Samsung hat bei diesem Gerät ein Glasgehäuse gewählt, welches in einen Metallrahmen eingefasst ist. Das gibt dem Tab S3 natürlich ein extrem edles Design. Es liegt super in der Hand und fühlt sich, mit einer Dicke von gerade mal 6 mm sehr schmal an. Die Kanten sind schön abgerundet, damit liegt das Tablet gut in der Hand.

Display

Samsung hat beim Tab S3 ein AMOLED Display mit 9,7 Zoll eingebaut. Die Auflösung mit 2.048 x 1.536 Pixel macht eine Pixeldichte von 264 PPI aus, welche ich als überdurchschnittlich bezeichnen würde. Die Bilder und Videos sind wirklich gestochen scharf.

Das Tablet kann dank seiner guten Display-Helligkeit auch im Freien verwendet werden. Somit ist Lesen, Spielen und andere Aktivitäten im Freien mit dem Tab S3 ohne Weiteres möglich. Einziges Problem:  Das Putztuch für den Display sollte immer griffbereit sein. Denn auf dem Tab S3 entstehen leider sehr schnell extrem viele Fingerabdrücke bzw. Fettschlieren.

Das Tab S3 schaut mit seinem Glasgehäuse wirklich edel aus, damit das auch so bleibt, empfehle ich Ihnen eine passende Hülle für das Tab S3. Denn das Glasgehäuse ist leider sehr anfällig für Kratzer und Bruch.

Laufzeit des Akkus

Samsung hat einen 6.000 mAh Akku in das Tab S3 eingebaut, damit kann man 12 Stunden lang Videos schauen und 8 Stunden streamen. Das habe ich beim Testen, bis auf eine Stunde, auch erreicht – eine sehr gute Akkuleistung.

Das Tab S3 ist auch für Geschäftliches gut geeignet, denn man kommt auch bei intensiver Nutzung locker einen Tag ohne Aufladen aus.

Zum Aufladen hat Samsung einen Fast Charger eingebaut. Jedoch hat das Aufladen bei mir trotzdem 2,5 Stunden gedauert. Hier hätte ich mir mehr erwartet. 

Prozessor

Bei der Geschwindigkeit wäre mir absolut kein Makel aufgefallen. Das Samsung Tab S3 hat einen Vier-Kern-Prozessor Snapdragon 820 verbaut. Zwei sparsame Kerne laufen mit maximal 1,6 GHz, die beiden anderen sorgen mit bis zu 2,15 GHz für hohe Rechenleistung. Egal, ob beim Internetsurfen, Spielen oder Streamen – das Tab S3 ist nicht einmal hängen geblieben oder hat gestockt. Die Software ist reibungslos gelaufen und das System hat alles schnell verarbeitet und flott auf meine Berührungen reagiert.

Sound

Das eingebaute AKG-Quad-Lautsprechersystem ist für ein Tablet wirklich sehr gut. Die Stereoausgabe passt sich genau an die Halterichtung des Tab S3 an. Egal, ob man es im Quer- oder Hochformat hält, die Musik klingt immer perfekt. Die Boxen können natürlich keine externen Bluetooth-Boxen ersetzen, aber fürs Spielen oder Streamen ist das interne Lautsprechersystem auf jeden Fall ausreichend.

Speicher

Samsung hat beim Tab S3 einen 4 GB Arbeitsspeicher verbaut. Zusätzlich ist ein interner Speicher von 32 GB vorhanden. Dies finde ich, für ein Tablet zu wenig. Allerdings lässt sich eine Micro-SD-Karte einsetzen. Das Tablet ist bis zu 256 GB erweiterbar.

LTE und Wlan

Samsung hat zwei Modelle auf den Markt gebracht. Ein WLAN-Tablet, das momentan 599,95 Euro kostet, und eine LTE-Variante – für alle, die unterwegs nicht auf’s Internet verzichten wollen. Diese Variante hat einen stattlichen Preis von 799,95 Euro.

Kamera

Die Back-Kamera des Tab S3 hat eine 13 Megapixel Kamera, einen Autofokus, eine große f/1.9 Blende sowie einen LED-Blitz integriert. Full-HD oder 4K-Qualität Videos sind auch möglich. Jedoch kann man nur 10 Minuten lange 4K Videos machen. Die Front-Kamera hingegen hat eine 5 Megapixel Kamera, einen Full-DH-Sensor, einen festen Fokus und eine f/2.2 Blende.

Das Tab S3 hat leider keinen optischen Bildstabilisator oder einen Sensor zur Tiefenmessung. Es ist aber möglich, mit der Hilfe eines Pro-Modus, die Belichtungseinstellungen manuell zu verändern. Außerdem stehen Funktionen wie HDR, Serienaufnahme, Hyperlapse und Panoramaaufnahme zur Auswahl.

Das Tab S3 macht gute Fotos aber mit einer Smartphonekamera oder einer Systemkamera kann es natürlich nicht mithalten.

S-Pen

Was ich wirklich sehr praktisch finde ist der S-Pen. Samsung Nutzer kennen ihn vielleicht von der Samsung Note Serie. Den einzigen Fehler, den ich hierzu gefunden habe: Es gibt keine Einschubmöglichkeit für den S-Pen wie bei der Samsung Note Serie. Dort verschwindet der S-Pen einfach im Handy. Beim Tab S3 muss man den S-Pen separat einstecken.

Nun zu den guten Eigenschaften des S-Pen

Der S-Pen ist nur 9 Millimeter dick und gerade einmal 10 Gramm schwer. Der Stift ist nicht glatt, sondern leicht rau. Dadurch liegt er gut in der Hand und verruscht nicht. Die Spitze des S-Pen ist 0,7 Millimeter dick , damit kann man auch filigrane Linien zeichnen.

Sehr praktisch für „chronische Auflademuffel“ wie mich: Den S-Pen muss man nicht aufladen.

Ab jetzt gehören Notizblöcke der Vergangenheit an. Der S-Pen beginnt sogar im Stand-by-Modus am Tab S3 zu schreiben! Anschließend kann man sich seine Notiz für 30 Minuten am Display anzeigen lassen, um garantiert nichts zu vergessen. Hat man eine nicht allzu „verschnörkelte“ Handschrift, kann das Tab S3 handschriftliche Notizen auch in einen Text umwandeln.

Der S-Pen verfügt über eine seitliche Taste. Sie ist leider nicht wirklich leicht zu erfühlen, was dem Design natürlich schmeichelt, aber lästig ist, wenn man die Taste öfter braucht. Mit dieser Taste lässt sich ein Pop-Up-Menü aufrufen, in dem die wichtigsten Apps zur Verfügung stehen. Es ist auch möglich, andere Apps in dieses Menü zu schieben und somit jederzeit schnell griffbereit zu haben.

Kindermodus

Weiteres Plus: Samsung bietet eine Kindermodus-App an. Diese App kann man sich im App-Store kostenlos herunterladen. Beim Tab S3 ist sie bereits vorinstalliert.

Man kann zwischen den Kategorien Spielen, Lernen oder Geschichte wählen. Zusätzlich hat man auch die Möglichkeit direkte Apps für Kleinkinder und Kinder ab 6 Jahren auszusuchen.

Im Kindermodus hat man auch Zugang zum Internet. Allerdings kann man davor einstellen, welche Seiten besucht werden dürfen. Zusätzlich lässt sich auch einstellen, wie lange die Anwendungen im Kindermodus täglich zugänglich sind.

Für Eltern ist es außerdem möglich, alles nachzuverfolgen, was die Kinder am Tablet gemacht haben. Es wird alles gespeichert. Das Verlassen des Kindermodus ist nur mit der Eingabe eines vierstelligen Codes möglich.

Fazit

Das Samsung Galaxy Tab S3 ist ein wirklich tolles Gerät, welches mich durchaus überzeugen konnte.

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