Heute darf ich euch ein meiner Meinung nach sehr interessantes Smartphone vorstellen und näher bringen.

Es handelt sich hier um die zweite Generation des erfolgreichen Nokia 3.

HMD Global, der Konzern hinter der Marke Nokia, hat für die gehobene Einsteigerklasse das Nokia 3.1 in den Ring geschickt und versucht mit hochwertigen Materialien, einem guten 18:9 HD+ Display und Androidone Käufer für sich zu gewinnen.

Hier in meinem kurzem Hands-on, werde ich für Sie herausfinden, ob dies dem Nokia 3.1 gelingt.

Was ist eigentlich Androidone?

Google hat mit Androidone ein Programm ins Leben gerufen, welches für den Endkunden sehr viele Vorteile mit sich bringt. Beim klassischen Android legt jeder Hersteller, egal ob Sony, Samsung oder sonst wer eine eigene Benutzeroberfläche über das System, um sich optisch und funktional zu unterscheiden. Dies geschieht natürlich auch mit der Integration von diversen Apps, welche vorinstalliert sind. Androidone ist dagegen ein pures und nacktes Android, wie Google es von Werk ausliefert. Ein Hersteller, der sich für Androidone verpflichtet, muss zwei Jahre lang jedes Update zeitnah veröffentlichen und  das Smartphone für drei Jahre mit Sicherheitspatches versorgen. Dadurch ist das System sehr schlank und immer aktuell. Androidone Smartphones haben dadurch einen großen Vorteil gegenüber Smartphones mit klassischem Android.

Hands-on und Ersteindruck

Das Nokia 3.1 ist im Vergleich zu seinem Vorgänger kaum größer geworden. Es liegt immer noch sehr gut in der Hand, auch dank des Seitenverhältnisses von 18:9.

Nimmt man das Nokia 3.1 zum ersten mal in die Hand, glaubt man nicht, dass es sich hier um ein Smartphone handelt, welches um 159,95 erhältlich ist. Es fühlt sich extrem hochwertig und keineswegs billig an. Angeboten wird das Nokia 3.1 in drei unterschiedlichen Farben (Blau/Kupfer, Schwarz/Chrom & Weiß/Kupfer). Mein persönlicher Favorit ist das Nokia 3.1 in Weiß/Kupfer, in dieser Farbe wirkt das Smartphone besonders edel.

Im Inneren des Smartphones arbeitet ein Mediatek MT6750 Octa-Core Prozessor mit einer maximalen Taktfrequenz von 1,5 GHz. In Kombination mit dem 2 GB RAM Arbeitsspeicher ist das 3.1 zwar kein allzu schnelles Smartphone, allerdings reicht das gebotene Tempo für die meisten Anwendungen oder Spiele voll und ganz aus.

HMD Global hat dem Nokia 3.1 eine Speicherkapazität von 16 GB spendiert. Rechnet man das Betriebssystem weg, verbleiben ca. 6 GB. Hier ist ganz klar eine zusätzliche Micro-SD Speicherkarte zu empfehlen.

Positiv ist auch zu erwähnen, dass das Nokia 3.1 ein richtiges Dual-SIM Smartphone ist. Hier kann der Nutzer zwei SIM-Karten unterschiedlicher Netzbetreiber in einem Smartphone nutzen und zusätzlich noch eine Micro-SD Speicherkarte verwenden, um den Speicher des Gerätes zu erweitern.

Leider besitzt das Smartphone keine Zertifizierung gegen das Eindringen von Wasser und Staub, hier empfehle ich auf jeden Fall eine Handyhülle und ein Panzerglas, zum Beispiel von Axxtra.

Kamera und Fotoqualität

Im Nokia 3.1 wurde eine Hauptkamera mit 13 MP mit einer lichtschwachen Blende von f2.0 verbaut und auf der Front kommt eine 8 MP Selfie-Linse zum Einsatz.

Leider muss ich hier sagen, so gut und hochwertig das gesamte Gerät verarbeitet ist, so enttäuscht war ich leider von der gebotenen Qualität der Kamera. Selbst bei guten Lichtbedingungen hat man ziemlich starkes Bildrauschen mit starker Kantenungenauigkeit. In der Dämmerung bei wenig Licht ist das Rauschen dann besonders stark aufgefallen, hier war das Bild nicht zu gebrauchen. Die Frontkamera hat eine Auflösung von 8 Megapixel, die Details sind trotzdem verschwommen und Bilder etwas unscharf.

Es ist zu hoffen, dass Nokia mittels eines Updates bei der gebotenen Qualität nachbessert, um die Kameraleistung des 3.1 zu erhöhen. Hier gibt es leider ansonsten zu starke Konkurrenz, wie etwa vom Sony Xperia L1, Huawei Y6 Prime oder Samsung Galaxy J3 2017, welche eine ähnliche Preisgestalltung haben, jedoch eine deutlich bessere Fotoqualität liefern.

Fazit

Mein Fazit zum HMD Global Nokia 3.1 fällt mit gemischten Gefühlen aus. Auf der einen Seite muss man die hohe Verarbeitungsqualität hervorheben. Auch die Auswahl der angebotenen Farben finde ich mehr als gelungen. Mein persönlicher Favorit ist Weiß/Kupfer.

Auf der anderen Seite wurde ich von der gebotenen Qualität der Kamera leider enttäuscht, hier entschädigt auch nicht der günstige Preis von 159,95. Fotoliebhaber sollten hier lieber zur Konkurrenz greifen. Mein Tipp, wäre hier das Xperia L1 von Sony.

Als neutral bewährte ich das gebotene Arbeitstempo. Prozessor in Kombination mit dem verbauten Arbeitsspeicher waren immer ausreichend schnell.

Anschauen lohnt sich dennoch, das Nokia 3.1 ist auf jedem Fall ein gelungenes Update zu seinem Vorgänger.

 


Technische
Daten:

Betriebssystem
Android 8.0 Oreo
Display
5,2 Zoll mit 720 x 1.440 Pixel
Prozessor
Mediatek MT6750 (Octa-Core)
Arbeitsspeicher
2 GB RAM
Kamera
13 MP Hauptkamera, 8 MP Frontkamera
Mobilfunk
2G, 3G, 4G LTE
Bluetooth
Ja
Speicher
16 GB (erweiterbar bis 128 GB)
Akku
2.990 mAh

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