Dank der modernen Technik, welche heutzutage in unseren Smartphones verbaut ist, hat ja bereits fast jeder immer eine gute bis sehr gute Kamera in seiner „Hosentasche“ dabei. Möchte man allerdings Videos aufnehmen, bei denen man sich selbst auch noch in Bewegung setzt, sind die vom Smartphone meist sehr verwackelt und unscharf. Damit ist ab sofort Schluss! Denn DJI hat ein neues kleines Gadget auf den Markt gebracht: die DJI OSMO POCKET.

Diese Kamera im Mini-Format für Fotos und Videos hat einen Drei-Achsen-Gimbal integriert, welcher das Bild ordentlich stabilisiert. Sichtbare Erschütterungen – wie etwa beim Laufen – werden somit bei der Aufnahme fast zu 100% reduziert.

DesigN der DJI Osmo Pocket

Das Gerät ist gerade mal 12,2×2,9×3,7 Zentimeter groß und mit einem Gewicht von nur 116 Gramm für jede Hosentasche geeignet. Ich finde, man kann dieses Gadget mit der Größe und dem Umfang eines Schokoriegels vergleichen. 🙂
Außerdem wurde das Gerät sehr gut verarbeitet und wirkt alles andere als billig.

Bedienung

Die DJI Osmo Pocket ist mit einem 2×2 Zentimeter großen Touchscreen ausgestattet.  Mit einfachen Wisch- und Tippgesten sind viele Einstellungen (z.B. die Videoauflösung) schnell geändert.

Unter dem Touchscreen wurden zwei Tasten verbaut. Eine dient zum Einschalten der DJI Osmo Pocket und die andere zum Starten der Aufnahme. Die restliche Steuerung erfolgt über das Touch-Display.

Die einzelnen Punkte werden am Display groß genug dargestellt, um sie auch mit großen Daumen sicher zu treffen.

Speicher

Der Slot für die MircoSD-Speicherkarte wurde auf der linken Seite verbaut. Speicherkarten von 32GB bis hin zu 256GB werden von der DJI Osmo Pocket problemlos angenommen. Es müssen lediglich neuere Karten mit einer schnellen Schreibgeschwindigkeit sein, da sie sonst nicht gelesen werden können.

Verbindungen

Es ist auch möglich, sein Smartphone mit der DJI Osmo Pocket zu verbinden. Dazu gibt es eine Anschlussmöglichkeit unter dem Touchdisplay. Im Lieferumfang mit inbegriffen sind die verschiedenen Stecker für Lightning und USB-C.

Jedoch ist es nicht unbedingt nötig, die DJI Osmo Pocket mit dem Smartphone zu verbinden, außer man möchte zum Beispiel kleinere Spielereien nutzen. Man kann die Videos und Fotos, die man gemacht hat, gleich auf Instagram oder Facebook teilen. Ebenso gibt es die Möglichkeit, mit der DJI Mimo-App kleine Storys zu erstellen, wo man zum Beispiel Musik in den Hintergrund legt. Ein Minuspunkt, den ich gefunden habe, ist allerdings, dass die App in Österreich leider noch nicht funktioniert.

Aufnahmemöglichkeiten

Die DJI Osmo Pocket filmt mit maximal 4K-Auflösung mit 60 Bildern und bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Fotos macht die Osmo Pocket mit 12 Megapixeln und auf Wunsch auch als RAW-Datei.

Videos nimmt die DJI Osmo Pocket in Full-HD- (1920 × 1080) oder UHD-Auflösung (3840 × 2160) mit 24, 25, 48, 50 oder 60 FPS auf.

Wenn man möchte, kann man in der Pro-Einstellung zwischen MP4 und MOV-Videoformat wählen. Auch lässt sich der Weißabgleich einstellen oder eine Überbelichtungswarnung einblenden.

Akkukapazität

Der Akku hält ca. 140 Minuten und das Aufladen ist in ca. 90 Minuten erledigt. Es gibt keinen Ersatz-Akku, da der Akku fest verbaut ist. Allerdings funktioniert das Gerät auch ohne Einschränkungen mit einer Power-Bank am USB-C-Port.

Aufnahme-Einstellungen

Durch eine leichte Wisch-Bewegung am Display von unten nach oben kann man schnell verschiedene Einstellungen vornehmen.

Man kann die Kamera zentrieren lassen oder sehr schnell zu sich selbst drehen, um sie als Selfiekamera zu nutzen. Das ist wirklich sinnvoll, wenn man zum Beispiel während des Videos eine Erklärung abgeben möchte. Das eingebaute Mikro funktioniert wirklich gut.
Es ist auch möglich von „schnell Folgen“ zu „langsam Folgen“ zu wechseln. Das ist hilfreich, damit die Kamera bei der Bewegung, die man macht, nicht all zu hektisch nach links oder rechts springt.

Bei der Einstellung FPV-Modus folgt der Gimbal automatisch der Handbewegung, ohne diese abrupt und hektisch aussehen zu lassen. Das sieht dann beim Video wirklich klasse aus!
Dann gibt es natürlich auch noch die Einstellung Gesperrt, bei der die Kamera immer in der horizontalen Lage bleibt. Egal, ob man mit der DJI Osmo Pocket nach oben oder unten wandert. Bei der Einstellung Folgen reagiert die Kamera entsprechend Ihrer Handbewegung, aber dieser Modus wirkt im Video nicht so weich, wie bei der Verwendung des FPV Modus.

 

 

 

 

 

Panorama-Aufnahmen sind mit der DJI Osmo Pocket natürlich ebenfalls möglich. Es gibt zwei Modi, die man einstellen kann: das normale Panorama Foto mit 180 Grad (wie es jeder von seinem Handy kennt) oder ein 3×3 Foto. Die DJI Osmo Pocket macht dann 9 Fotos und fügt sie zu einem großen Panorama-Foto zusammen. Dadurch wird das Foto nicht wie bei den üblichen Panorama-Aufnahmen langgezogen, sondern erscheint wie ein „normales“ Foto.

Ich persönlich finde die Zeitraffer-Einstellung super, denn diese funktioniert mit der DJI Osmo Pocket wirklich sehr gut. Hier kann man selbst die Dauer der Aufnahme steuern. Außerdem können bis zu vier Fokuspunkte gesetzt werden, die der Gimbal dann der Reihe nach während der Aufnahme ansteuert.

Zubehör

Es gibt verschiedenes Zubehör für die DJI Osmo Pocket zum Nachkaufen. Zum Beispiel ein Funkmodul, eine Ladeschale, einen Verlängerungsstab oder ein wasserdichtes Gehäuse.

Fazit

Die DJI Osmo Pocket ist für unterwegs gemacht und die geringe Größe ist für viele bestimmt ein Kaufgrund. Sie ist sehr robust und ein wirklich schönes Stück Technik!

Die Bedienung ist mit etwas Beschäftigung schnell erlernt. Die Stabilisierung funktioniert super und die Akkulaufzeit ist für mich ebenfalls in Ordnung.

 

 

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