Ein paar Tage ist es nun her, seit Apple seine neuen Produkte vorgestellt hat: Die Apple Watch und die iPhone Modelle XS, XS Max und XR. Ich fasse für Sie die wichtigsten Neuerungen zusammen!

Apple Watch

Das Produkt mit der größten Überarbeitung ist heuer ohne Zweifel die Apple Watch! Wie auch schon bei den iPhones geht es heuer auch hier – unter anderem natürlich – um eines: größere Displays!

Seit die Apple Watch auf dem Markt ist, wurden zum ersten mal größere Änderungen durchgeführt, die man auch abseits des Funktionsumfanges erkennen kann! Die Displays wurden mit 44mm bzw. 40mm vergrößert und sind nun ähnlich randlos wie jene bei den aktuellen iPhones – auch das Gehäuse ist schmaler.

Doch nicht nur am Äußerem wurde gearbeitet, auch im Inneren hat sich einiges getan. Die Oberfläche wurde überarbeitet und schaut, wie ich finde, sehr gut aus. Bei der Uhr legt Apple nun noch mehr Wert auf Fitness und Sportfunktionen. Aber auch lebensrettende Funktionen wurden hinzugefügt: So erkennt die Apple Watch jetzt einen zu tiefen Puls, kann den Herzrhythmus überwachen und sogar ein Elektrokardiogramm erstellen. Stellt die Uhr Unregelmäßigkeiten fest, warnt sie den Nutzer und kann somit bei einem Herzproblem zu einer Früherkennung beitragen, durch die vielleicht Schlimmeres vermieden werden kann.

Des Weiteren wurde die neuen Apple Watch mit verbesserten Sensoren ausgestattet. Die Uhr kann nun Stürze erkennen und einen automatischen Alarm auslösen. Sollte man also von einer Leiter fallen und bewusstlos werden, so kann die Uhr einen Alarm auslösen – natürlich lässt sich der Alarm auch abbrechen, bevor er abgesetzt wird.

Fazit: Sehr interessant – viele Neuerungen – ein Umstieg lohnt sich meines Erachtens von allen Vorgängermodellen. Aber wie gut sie sich wirklich schlägt, werden die ersten unabhängigen Tests zeigen, die sicher bald nach Verfügbarkeit ab 21. September vorliegen werden.

Apropos Verfügbarkeit: Je nach Modell ist zum Verkaufsstart mit mehreren Wochen Lieferzeit zu rechnen, wenn man nicht schon rechtzeitig vorbestellt hat.

Thema eSim: Leider befinden wir uns in Österreich technisch noch nicht auf modernstem Stand. Deshalb wird die Apple Watch  in Österreich NICHT als eSim-Variante angeboten. Dies schließt leider auch viele Modelle ein, die nur als eSim (cellular) Modell verfügbar sind.

Wenn es Sie interessiert: Einfach auf apple.at und auf apple.de die unterschiedlichen Smartwatch-Modelle vergleichen – so sieht man schnell, auf welche wir verzichten müssen.

Natürlich kann man die Uhr auch aus Deutschland importieren, wenn es das Wunschmodell nur in „eSim-Ländern“ gibt. Allerdings ändert dies nichts daran, dass man dann Geld für eSim-Funktionalität ausgibt, die man in Österreich in absehbarer Zeit nicht nützen kann – leider!

iPhones

Jetzt geht es weiter mit den iPhones!

Fakt ist: Der Home Button ist tot, hoch lebe die Gesichtserkennung „Face ID“! Alle neuen Modelle, die vorgestellt wurden, sind mit den randlosen Displays gefertigt.

Das iPhone XS sieht gleich aus wie das iPhone X – es hat sich sozusagen „nur“ etwas im Inneren getan.
Im Inneren arbeitet ein neuer, wieder wesentlich leistungsstärkerer A12-Prozessor. Dieser unterstützt auch eine Neural Engine der nächsten Generation, für künstliche Intelligenz auf aktuell höchstem Niveau. Durch Core ML wird dies auch Entwicklern außerhalb von Apple für das iPhone zugänglich gemacht.

Ebenso wurde im Zuge dessen die Grafikleistung erhöht – während der Apple Präsentation durften sogar drei Spiele-Hersteller ihre neuen Entwicklungen präsentieren.

Auch die Kamera wurde wieder überarbeitet und verbessert. Vor allem wurde auch an besseren Videos gearbeitet, die jetzt unter anderem Stereoaufnahmen ermöglichen. Durch den neuen Prozessor und die verbesserte Optik hat sich auch sonst einiges getan, was Bilder, insbesondere im Porträt-Modus, wieder deutlich verbessern sollte. Wie gut sich das Ganze in der Praxis auswirkt, werden die ersten Tests nach Veröffentlichung des Gerätes zeigen. Was Apple schreibt und auch zeigte, klingt auf jeden Fall vielversprechend. Apple bleibt allerdings beim 2-Kamera System und perfektioniert dies weiter – ein Umstieg auf 3 oder gar noch mehr Kameras ist bei Apple anscheinend aktuell kein Thema.

Auch die Gesichtserkennung wurde verbessert und sollte nun noch schneller funktionieren. Der Akku soll ca. 30 Minuten länger halten als beim Vorgänger.

Das iPhone XS Max ist technisch gleich aufgestellt, hat aber ein deutlich größeres Display mit 6,5 Zoll. Aufgrund dessen besitzt es ein größerer Akku, der bis zu 1,5 Stunden länger als der des iPhones X aushalten soll.

Beide Geräte haben auch eine verbesserte Wasserdichtheit nach IP68 Zertifizierung erhalten. 2 Meter Tiefe und bis zu 30 Minuten lang soll dem neuen Gerät nichts ausmachen. In der Präsentation wurde sogar gesagt, dass dies mit Salzwasser, Säften und Bier etc. getestet wurde. Ein Dämpfer ist allerdings das Kleingedruckte: Die Garantie gilt NICHT für Feuchtigkeitsschäden. Ich würde es also kaum absichtlich ins Meer mitnehmen, denn wenn das Gerät zum Beispiel langsam wegen des Salzes beschädigt wird, so hätte ich keine Garantie drauf. Dem entspannten Telefonieren im Regen sollte allerdings nichts im Wege stehen 😊!

Kabelloses Laden ist ebenso möglich – und wer sich für ein ordentliches Sümmchen ein Schnellladegerät von Apple kauft, kann sein Smartphone dann  wirklich sehr flott laden. Im Lieferumfang enthalten ist das Schnellladegerät jedoch nicht.

Dual-Sim

Das iPhone XS wird erstmals Dual-SIM unterstützten (ab geplant Ende des Jahres wird dies per Software Update aktiviert). Eines gleich vorweg: das Ganze wird in Österreich vorerst nur sehr eingeschränkt funktionieren. Denn die zweite SIM-Karte ist eine eSim wie bei der Apple Watch. Sie ist bereits im Handy integriert.

Man kann also eine klassische SIM-Karte ins Gerät einlegen. Die zweite eingebaute SIM muss direkt vom Anbieter aktiviert werden. In Österreich wird dies vorerst nur T-Mobile anbieten – also ausschließlich T-Mobile Nutzer können diese zweite T-Mobile Karte im Smartphone aktivieren lassen. Dies wird von T-Mobile auch nur für das iPhone unterstützt und NICHT für die Apple Watch – deshalb auch mein Hinweis zuvor bei den Watches, dass es in Österreich keinen einzigen Anbieter für die Apple Watch gibt. Eine Ausnahme, die uns in Österreich leider auch nicht hilft: In China verkauft Apple tatsächlich die neuen iPhones mit 2 klassischen SIM-Karten-Plätzen.

Fazit: Wer schon ein iPhone X besitzt, wird sich gut überlegen, ob sich ein Wechsel auszahlt – denn im Großen und Ganzen bleibt vieles gleich. Vor allem wer beim alten iPhone X aktuell mit Kameraqualität, Leistung und Akkulaufzeit zufrieden ist, für den ist das neue Modell definitiv kein Pflichtkauf. Selbiges gilt für Besitzer des iPhone 8, das ja eine ähnliche Leistung wie das iPhone X hat.

Wer natürlich gerne ein randloses Display möchte, oder so wie ich große Displays liebt, der wird sich schon eher zu einem neuen Modell hinreißen lassen. Wer nicht auf den Homebutton verzichten möchte, für den gibt es heuer leider gar nichts Neues. Wenn Apple dabei bleibt, wird man früher oder später zu der neuen Generation ohne Homebutton wechseln müssen. Wobei Apple natürlich noch Modelle mit Homebutton nachziehen könnte – aktuell sieht es aber nicht danach aus.

Als „Spar-Modell“ wird das iPhone XR kommen. Dieses Modell ist nur in einer Größe erhätllich – nämlich in 6,1 Zoll. Es ist also größer als das Standard iPhone XS (5,8 Zoll) und kleiner als das große iPhone XS Max (6,5 Zoll).
Leistungstechnisch hat das XR den gleichen Prozessor wie das iPhone XS verbaut und ist somit von daher nicht schlechter als das XS.

Folgende Punkte sind beim „Spar“-Modell abgespeckt:

  • Kein OLED Display
    Das Gerät wird also nicht die hohe Farbbrillanz haben, da es auf ein normales LCD-Display setzt. Aber natürlich hat Apple auch hier  ein sehr hochwertiges Display verbaut – dies wird auf keinen Fall schlecht sein, kommt nur eben nicht ganz an die aktuellen OLED-Displays heran, welche im Topmodell iPhone XS verbaut sind.
  • Wasserdichte
    Im Gegensatz zum Topmodell wurde hier nichts von Tests in Bier oder anderen Flüssigkeiten als reines Süßwasser gesprochen. Dazu ist das Gerät „nur“ IP 67  zertifiziert und bis 1 Meter und bis zu 30 Minuten wasserdicht – das Topmodell XS mit IP68 hält zwei Meter aus.
  • Kamera
    Die Kamera hat nur eine Optik und nicht zwei wie beim XS. Die Kamera kommt somit nicht an die Perfektion eines XS heran. Dennoch würde ich sagen, dass es vermutlich eines der besten Handykamerasysteme auf dem Markt ist, auch wenn dem Gerät „nur“ eine Optik zur Verfügung steht. In der Praxis lässt sich das dann erst Ende Oktober testen, wenn das Gerät auf den Markt kommt.
  • Kein Dual-SIM
    Dual-SIM Fähigkeit wie beim XS ist nicht gegeben.

Ansonsten sind sich die Geräte bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr ähnlich.

Fazit: Wer schon ein iPhone X hat, dem würde ich nicht zum XR raten – denn das iPhone X hat das bessere Display und die bessere Kamera – diese Features würde ich persönlich dem neuen Prozessor vorziehen.

Speicher und Farben

Das iPhone XS gibt es in drei Farben und 64, 256 und 512 GB Speicher, das iPhone XR wird in sechs Farben produziert und ebenfalls mit 64, 128 und 256 GB Speicher erhältlich sein. Das iPhone XS ist ab 21. September, das XR ab 27. Oktober in Österreich verfügbar. Die reale Verfügbarkeit bleibt abzuwarten, da durch die extreme Menge an Farben und Speichergrößen sicher nicht alle Farb-und Modellwünsche sofort ausreichend verfügbar sein werden.

Für Kunden, die die Geräte über die Mobilfunkanbieter kaufen, bleibt abzuwarten, ob diese wirklich alle Modelle in allen Farben und Größen anbieten werden. Das wären nämlich immerhin 27 unterschiedliche Modelle, wenn ich mich nicht verrechnet habe. 😉 Wer bei der Farbwahl flexibel ist, wird sicher schneller an die Geräte kommen.

Das war es mit den wichtigsten News zu den neuen Geräten aus dem Hause Apple. Ich bin auf jeden Fall sehr auf die ersten Tests gespannt, wenn die Geräte dann unabhängig auf „Herz und Nieren“ geprüft werden können.

Apple Pay

Noch ein kurzer Kommentar zu Apple Pay: In Deutschland wird dieses Jahr auch Apple Pay offiziell eingeführt. Damit kann man seine Kreditkarten von unterstützten Banken am iPhone hinterlegen und dann mit Handy oder Smartwatch bezahlen.

Es ist einfach eine irrsinnig coole Funktion wie ich finde, wenn ich zum Beispiel nur mehr die Apple Watch auf das Zahlterminal legen muss und binnen einer Sekunde meinen Einkauf zahlen kann, ohne Geldbörse oder Zahlkarte in die Hand nehmen zu müssen.

Anfang Juli wurde im Standard berichtet, dass womöglich auch in Österreich noch heuer mit dem Start zu rechnen ist. Man kann nur hoffen, dass neben unseren deutschen Nachbarn auch wir bald die offizielle Bestätigung für Apple Pay erhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinem Beitrag etwas weiterhelfen und ein paar interessante Infos näherbringen – bis zum nächsten Mal! 😊

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