Alcatel. Immer wenn ich diesen Namen höre, kommen mir sofort Tastenhandys in den Sinn. Liegt daran, dass Alcatel-Telefone mal ziemlich angesagt waren. Ihr wisst schon, die Teile mit der Antenne oben raus. Gab‘s aber in allen Farben und Variationen. Damals, vor ca. 15 Jahren. Dann hat man lange Zeit nichts mehr gehört von den Franzosen. Seit ein paar Jahren sind sie aber wieder auf den Mobiltelefon-Zug aufgesprungen. Vielmehr auf den der Smartphones. Zeit also, eines der Geräte mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aus diesem Grund habe ich mir das Alcatel One Touch Idol 2 besorgt. Und natürlich getestet. 😉

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Das Design des Idol 2 ähnelt dem des Nexus 5. Schlank (gerade einmal 7,3 mm dick) und geradlinig. Ein Rahmen in Alu-Optik umfasst das 5-Zoll-Gerät und schafft so einen modernen und zeitgemäßen Eindruck. Verarbeitungstechnisch wurde übrigens sehr sauber gearbeitet. Auf der linken Seite sind ein SIM- sowie ein Micro-SD-Karten-Steckplatz untergebracht. Was mich hier begeistert: Die Abdeckungen der Kartenschlitze lassen sich per Fingerdruck leicht öffnen und schließen. Und das ganz ohne mit dem Fingernagel unter den Deckel wühlen zu müssen. Was ja bei so manchen Geräten gang und gäbe ist.

Leistung

Die Leistungsdaten hören sich für ein Gerät in der Preisklasse um 250 Euro sehr gut an. Ein Quad-Core-Prozessor mit 1,3 GHz sowie 1 GB Arbeitsspeicher sind absolut ok. Der interne Speicher ist mit 8 GB für‘s erste ausreichend bemessen und kann zur Sicherung und/oder Auslagerung der Daten auch noch mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Ich habe mehrere Apps auf dem Gerät installiert und konnte von der Performance her keine großen Makel feststellen. Ab und an mal ein kleiner Ruckler oder eine etwas längere Ladezeit beim Öffnen von Apps. Mehr war da nicht und eines muss auch klar sein: Man darf es halt nicht mit einem Sony Xperia Z3 oder einem Samsung Galaxy S5 vergleichen.

Display

Das Alcatel One Touch Idol 2 ist mit einem 5 Zoll großen IPS- Display ausgestattet, das eine Auflösung von 960×540 Pixel hat. Mit diesem LCD-Display war ich zu Beginn nicht wirklich zufrieden, da es doch leicht pixelig erschien. Es kam mir vor, als ob es nicht klar und rein wäre. Die Unzufriedenheit lag aber sicher auch daran, dass ich das Top-HD-Display meines Sony Xperia Z2 gewohnt bin. Und hier muss man dann einfach Abstriche machen. Verglichen mit Displays gleichwertiger Geräte ist das des Idol 2 absolut ok – speziell was Farbintensität und Helligkeit betrifft.

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Stark finde ich die 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Gerade bei einem Gerät in diesem Preissegment sind 8 MP nicht alltäglich. Genauso wenig, wie die Tatsache, dass die Kamera tolle Bilder macht. Vorausgesetzt es ist genügend Licht vorhanden, denn in der Dämmerung bzw. in dunklen Räumen hatten die Bilder meist starkes Bildrauschen. Bei Tageslicht jedoch knipste die Cam schnell, scharf und farbkräftig. Praktisch ist der Berührungsfokus, mit dem beim Touch auf einen Punkt am Display dieser fokussiert und sofort auch ausgelöst wird. Zusätzlich hat die Kamera vier Einstellungsmöglichkeiten: HDR, Panorama, Nachtmodus und Sportmodus. Zusätzlich verfügt sie über eine Serienbildfunktion. Hier einfach solange wie gewünscht am Auslöser bleiben. Maximal 40 Bilder lassen sich so in kürzester Zeit schießen. Gefilmt wird in HD mit 1080p und auf Wunsch mit dem elektronischen Videostabilisator „EIS“. Für Selfies hat man eine 2 Megapixelkamera verbaut. Ist ausreichend!

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Alcatel hat dem Idol 2 die Android-Version 4.2.2 verpasst und selbst eine meiner Meinung nach ganz ansprechende Oberfläche gestaltet. Speziell nach dem Einschalten des Displays kann man direkt wählen, ob man auf den Homescreen möchte, oder direkt in die Telefon-, SMS- oder Kamera-App. Echt praktisch, wenn‘s mal schnell gehen muss.

Fazit

Alles in allem lässt sich kurz und bündig zusammenfassen: Das Alcatel One Touch Idol 2 ist gerade mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall ein absolut heißes Eisen und wird neuen Kunden genau so viel Freude bereiten, wie die bunten Geräte mit den Antennen vor 15 Jahren. 😉

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