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TomTom Go 6200

Reini

Heute präsentiere ich mein neues Navigationsgerät, das TomTom Go 6200, vor und stelle gleichzeitig die provokante Frage: „Braucht man überhaupt noch ein Navi, wenn man ein Smartphone hat?“ Eines vorweg: Die Antwort lautet „Jein“!

TomTom Go 62oo

Dem Gerät wurde ein ordentliches Hardware-Update verpasst. Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen hat man kaum mehr ein Ruckeln – vielleicht noch kurz nach dem Start, aber sonst kann man sich nicht beklagen. Bei der Stimme, die die Straßennamen ansagt, sollte man aktuell eher die weibliche Stimme nutzen: Die männliche Stimme lispelt etwas  – TomTom verspricht hier aber Besserung.

TomTom_Go_6200_20161211_0Die Europa-Karte ist bereits vorinstalliert – und jetzt der Clou des TomTom Go 6200: Man kann kostenlos die Welt-Karten downloaden! Sozusagen jegliches Kartenmaterial das TomTom zur Verfügung stellt, kann ohne weitere Kosten runtergeladen werden. Man kann die Länder bequem nach Kategorien downloaden. Wer tatsächlich die ganze Welt herunterladen will, muss sich lediglich eine microSD Karte dazu kaufen. Zu beachten ist: Länder für die es keine Karten gibt, kann man natürlich keine herunterladen – also wer zum Beispiel nach Nordkorea reist, muss sich auf eigene Faust durchnavigieren ;) !

Zusätzlich sind  die Radarwarndienste kostenlos dabei – ein Geräteleben lang! Für alle Länder, die unterstützt werden. Die Schweiz ist hier beispielsweise nicht dabei, da es dort gesetzlich nicht nur eine Grauzone ist, sondern eindeutig verboten ist, diese Funktion zu verwenden.

Mein Tipp: Einfach vor einer Reise kurz schauen, ob das Reiseland mit Radardiensten versorgt wird.

Auch das Updaten geht wesentlich einfacher – die TomTom Software am PC hat mich immer wieder verärgert. Aber: Das neue Gerät hat ein weiteres Highlight – WLAN! Ich verbinde das Gerät einfach per WLAN und kann mir so einfach alle Updates ohne PC herunterladen – TOP! So kann man auch im Urlaub bzw. unterwegs einfach Radar-Daten und Co. up to date halten.

Eines der wichtigsten Features ist aber die eingebaute SIM-Karte. In fast allen Ländern Europas kann sich das TomTom so ins Internet verbinden – ohne weitere Kosten – ebenfalls ein Geräteleben lang! So kann man die POI’s Online suchen und – das Wichtigste – Verkehrsmeldungen empfangen.

Das TomTom Verkehrssystem arbeitet mit anonymen Verkehrsdaten – das heißt, wenn z.B. auf einer Straße alle Handys stehen bleiben, dann ist dort natürlich ein Stau – und genau mit solchen Daten arbeitet das System (meines Wissens liefert z.B. A1 solche anonymen Nutzungsdaten). Aufgrund dieses System funktioniert das System auf fast allen Straßen in den unterstützen Ländern und nicht wie das klassische TMC, das meistens nur auf den Hauptverkehrsrouten, ohne Nebenstraßen, funktioniert. Noch dazu sind diese Daten live und wesentlich aktueller als TMC.

So kann es in der Regel nicht passieren, dass man vom Autobahnstau in den Stau auf der Landstraße fährt. Wenn es ohne Stau gar nicht geht, dann sucht das Gerät den Weg des geringsten Übels. Kein System ist perfekt, aber dieses ist schon sehr gut und hat mir schon einige Staus erspart! Statt 40-60 Minuten lt. Radio bin ich vielleicht einen Umweg von 20 Minuten gefahren  – ein satter Zeitgewinn! Z.B. am Gardasee musste ich noch eine Diebstahlanzeige bei der Polizei erledigen – und trotz dieser langen Verzögerung kam ich zum selben Zeitpunkt am Strand an – weil ich durch kleine Seitenstraßen gelotst wurde, während sich meine Freunde „durchgestaut“ haben.

Mein Tipp: Das TomTom Go 6200 zeigt die Alternativroute und den Zeitgewinn am Display an. Danach entscheide ich je nach Situation, welcher Weg mir lieber ist. Wenn man z.B. einen Wohnwagen am Auto angehängt hat, will man vielleicht nicht jede noch so kleine Seitenstraße nehmen. Unbefestigte Straßen kann man ausschalten, was ich persönlich empfehlen würde.

TomTom_Go_6200_20161211

Toll ist auch die Cloud-Funktion. Ich kann am PC oder Handy Ziele speichern oder auch die Navigation starten und kaum ist das Navi eingeschaltet, startet die Navigation bzw. zeigt die neuen Ziele an.

Erwähnenswert ist auch, dass das Freisprechen und SMS vorlesen möglich ist. Auch die Benachrichtigungen von anderen Apps kann vorgelesen werden oder man kann auch den persönlichen Sprachassistenten nutzen.

Fazit TomTom Go 6200:

Bis auf ein paar kleine Probleme, wo ich das Gerät dann neu starten musste, bin ich sehr zufrieden. Die Stauumfahrung ist meines Erachtens die beste, die auf dem Markt verfügbar ist. Lebenslange Weltkarten und Radarupdates kommen noch oben drauf. Die Routen-Berechnung läuft schnell und zuverlässig. Wenn man mal eine Abzweigung versäumt, wird schnell neuberechnet.

Nun zur eingangs gestellten Frage: Navi oder Smartphone?

Hier kommt es meines Erachtens auf die Nutzung an. Jemand, der nur in Österreich zwei bis drei Mal im Jahr navigiert, wird sich kein Navi jenseits der 300 Euro Grenze anschaffen. Für diese Gruppe reicht in aller Regel das Smartphone aus.

Für Vielfahrer sieht es schon anders aus: Man hat ein großes Display, eine gute Displayhalterung, die perfekte Stauumfahrung – und das ganze ohne den Handyakku damit zu belasten. Das Smartphone bleibt jederzeit benutzbar und man muss nicht die Navi-App hin- und herschalten, wenn man einmal schnell einen Termin prüft. Die Freisprecheinrichtung und die SMS-Vorlese-Funktion des TomTom Go 6200 steigert zudem die Sicherheit beim Fahren.

Bei Navis wie dem TomTom Go 6200 ist im Ausland mit keinen Kosten verbunden, weil keine Roaming-Kosten durch vorinstallierte Karten und auch Stauumfahrung online dank eingebauter SIM entstehen.

ACHTUNG: Eingebaute SIM haben nur die Top-Modelle unter den Navigationsgeräten.

Fazit:

Für den Vielnutzer würde ich auf jeden Fall ein gutes, eigenes Navi empfehlen. Aufgrund der besseren Funktionen nutze ich zum Beispiel mein TomTom Go 6200 sogar, obwohl ich ein eingebautes Navi im Auto hätte. Wer selten mit dem Auto verreist oder sowieso nur in Österreich navigiert, wird das Smartphone-Navi bevorzugen – alleine schon wegen den Kosten. Hier empfiehlt sich dann einfach eine gute Halterung.

Egal wie Sie von A nach B kommen – ich wünsche Ihnen allzeit eine gute Fahrt!

 

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