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Sony Xperia XZ1

Reini

In meinem heutigen Beitrag werde ich mir das neue Sony Flagship, das Xperia XZ1, näher anschauen. Was ich jetzt schon verraten kann: Sony bleibt sich treu und setzt mit diesem Premium-Smartphone auf Altbewährtes.

Design und Verarbeitung

Sony setzt beim Xperia XZ1 auf das klassische Konzept. Damit meine ich, dass sich Sony nicht dem Trend anschließt, das Gerät mit einem (fast) randlosen Display auszustatten. Man geht den Weg des Altbewährten, wobei es an der Verarbeitung des Geräts überhaupt nichts auszusetzen gibt! Das Alu-Unibody-Gehäuse hat einen richtig edlen Touch und liegt sehr gut in der Hand. Das Sony Flagship gehört hier auf jeden Fall zur Spitzenklasse!

Software

Das Sony Xperia XZ1 ist das erste Gerät, auf dem Android 8.0 werksmäßig vorhanden ist (abgesehen von den Google-eigenen Geräten). Man bleibt sich treu und vermeidet allzu große Änderungen. Somit ist der Umstieg von einem älteren Sony-Modell auf das neue XZ1 rein vom Gefühl her keine wirkliche Veränderung.

Leider ist auch hier kein wirklich guter Datenmanager mit an Bord (zumindest bei meiner Softwareversion), sodass man wieder auf Alternativen angewiesen ist. Mit dem mitgelieferten Tool kann man nur auf die Standardordner wie Fotos/Downloads zugreifen, aber hat keinen Zugang zu (fast) allen Ordnern wie es bei Samsung oder Huawei möglich ist. Das ist zwar für „Ottonormalverbraucher“ nicht weiter tragisch, aber wer gerne beliebige Dateien vom Telefonspeicher auf SD überspielen will (oder umgekehrt) ist auf eine eigene App angewiesen.

Die inneren Werte – die Hardware

Das Sony Xperia XZ1 setzt natürlich auf Top-Hardware! Es kommt der Top-Prozessor Snapdragon 835 zum Einsatz. Acht Kerne mit bis zu 2,45 GHz – oder anders gesagt: einer der stärksten Prozessoren auf dem Markt. Dazu kommen 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB interner Speicher, der per microSD-Karte erweitert werden kann.

Die Leistung sieht nicht nur auf dem Papier schön aus. Man merkt sie auch! Das Gerät läuft sehr flüssig. Ob browsen im Internet oder auch fordernde Spiele – das alles macht einem Gerät in dieser Leistungsklasse nichts aus. Auch Ruckler konnte ich keine feststellen. In puncto Leistung gibt es absolut keine Kritikpunkte.

Kamera

Die Hauptkamera des XZ1 löst mit 19 Megapixeln aus, die Frontkamera mit 13 Megapixeln.

Die Kamera hat ein gutes Weitwinkelobjektiv (für ein Handy), löst schnell aus und macht, wie ich finde, sehr schöne Fotos bei guten Lichtverhältnissen. Die Farben empfinde ich als gut und wenn man Videos aufnehmen möchte, kann man dies sogar in 4K tun. Auch wenn ich wegen des enormen Speicherhungers selbst eher im „normalen“ Full HD Modus filme, so hat 4K doch seinen Reiz. Vor allem, wenn man zum Anschauen einen Fernseher mit 60 Zoll aufwärts zuhause hat!

Videos kann man auch in „Super-Slow-Motion“ aufnehmen. Hier wird dann der Bruchteil einer Sekunde auf ungefähr sechs Sekunden langgezogen. Es benötigt etwas Fingerspitzengefühl, um genau den richtigen Zeitpunkt z.B. bei einem Sprung zu erwischen. Aber es ist auf jeden Fall ein tolles Extra und eine unterhaltsame „Spielerei“, die übrigens am besten bei sehr guten Lichtverhältnissen funktioniert.

Sony hat auch viel Wert auf eine sehr gute Stabilisierung gelegt, insbesondere bei Videos. Die 5-Achsen-Videostabilisierung arbeitet aber leider nur bei Full HD bei 30 Bildern pro Sekunde. Ein guter Autofokus und Sensor runden das Paket ab.

Schwächen hat die Kamera bei schlechtem Licht bzw. Kunstlicht. Hier war ich nicht von jedem Foto vollends überzeugt, weil es mir manchmal leicht verschwommen vorgekommen ist bzw. ich im Vergleich zu meinen iPhone X ein stärkeres Bildrauschen feststellen konnte. Hier habe ich von anderen Top-Modellen – insbesondere bei schlechteren Lichtverhältnissen – schon bessere Ergebnisse gesehen. Dies ist jedoch „Jammern auf hohem Niveau“. Bei einem Mittelklassegerät wäre dies keine Erwähnung wert, aber bei einem Top-Modell schaut man dann doch genauer hin.

Eher eine „Spielerei“ ist für mich die neue Funktion, die es ermöglicht, Objekte wie z.B. einen Kopf in 3D aufzunehmen. Man kann danach das Objekt von allen Seiten betrachten oder einen aufgenommenen Kopf auf einen Avatar setzen. Das geht auch mit anderen Objekten wie Speisen oder einer Figur. Ein spaßiges Extra, das für mich kein Kaufgrund wäre.

Sollte man allerdings einen 3D-Drucker besitzen, sollte man diese Objekte ausdrucken können. Dies konnte ich zwar leider nicht ausprobieren, aber es ist ein spannender Aspekt, und hier gibt es meines Wissens noch wenig Vergleichbares.

Display

Das Sony Xperia XZ1 verfügt über ein 5,2 Zoll großes LC Display mit HDR Technologie. Damit hat es eine angenehme Größe. Das Display ist gut entspiegelt und hat eine ordentliche Leuchtstärke. Die Farben wirken sehr lebendig. Die Auflösung liegt bei Full HD bei 1.920 x 1.080 Pixel. Es gibt zwar Displays am Markt mit einer höheren Pixeldichte als die 428ppi von Sony – in der Praxis ist der Unterschied allerdings mit dem freien Auge nicht erkennbar.

Akku

Das Gerät hat eine gute Akkulaufzeit und wenn man es nicht zu extrem nutzt, sollte man es locker über den Tag bringen. Die Ladezeit ist, wie ich finde, nicht die schnellste. Aber wenn man es so wie ich über Nacht auflädt, ist das unerheblich.

Wasserdichte

Das Gerät ist IP68-zertifiziert. Laut Sony darf es aber NICHT vollständig unter Wasser getaucht werden und wie üblich ist nur sauberes Süßwasser offiziell erlaubt, wenn alle Abdeckungen verschlossen sind. Salzwasser, gechlortes Wasser, Getränke oder andere Flüssigkeiten sind ausgeschlossen.

Single SIM / Dual SIM

Das Gerät gibt es sowohl in einer Single- als auch in einer Dual SIM-Variante. Sollte man das Sony Xperia XZ1 über einen Netzbetreiber beziehen, kann davon ausgegangen werden, dass es ein Single SIM Gerät ist.

Alternativen

Sony Xperia XZ1 compact

Dies ist wie der Name schon sagt, das kleinere Modell des hier getesteten Gerätes. Und wie üblich bedient sich das Gerät einer Nische: Nämlich ein von der Bauart her kleineres Gerät mit fast derselben Leistung des „normal“ großen Modells. Wem das klassische XZ1 zu groß ist, der wird eventuell im compact-Modell einen treuen Begleiter finden und muss bis auf den kleineren internen Speicher keine wirklichen Abstriche hinnehmen!

Sony Xperia XZ Premium

Wem das hier im Test vorgestellte Gerät zu klein ist, der sollte sich das bereits im Sommer vorgestellte XZ Premium mit 5,5 Zoll Bildschirm etwas genauer anschauen. Technisch ebenfalls sehr ähnlich dem XZ1 hat das Premium vor allem ein wesentlich höher aufgelöstes Display (4K) mit einer deutlichen höheren Pixeldichte. Durch die höhere Auflösung eignet sich das Gerät auch insbesondere für VR-Anwendungen.

Fazit

Sony bietet hier ein gutes, klassisch angehauchtes, Top-Modell, das sich vor allem leistungsmäßig nicht vor der Konkurrenz zu verstecken braucht. Die einen wird es freuen, dass Sony seiner Linie treu bleibt und nichts Großartiges am Design ändert. Die anderen könnten kritisieren, dass Sony nicht dem Trend zur praktisch randlosen Bauart folgt. Für den Sony-Fan ist das Xperia XZ1 auf jeden Fall ein tolles Gerät mit hochwertiger Verarbeitung und einem stimmigen Gesamtbild.

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