JBL bringt mit dem JBL Playlist einen leistbaren Bluetooth-Lautsprecher, der mit seinem eingebauten Chromecast punkten will, auf den Markt. Ob er das schaffen kann, habe ich in den letzten zwei Monaten getestet. Ich möchte auch ein wenig auf den Vergleich mit der Marshal „Acton“ eingehen, da sich dieser schon längere Zeit in meinem Haushalt befindet.

Verarbeitung

Der Speaker JBL Playlist erinnert optisch ein wenig an ein liegendes Ei und fügt sich durch sein schlichtes optisches Erscheinungsbild gut in die jeweilige Umgebung ein. Makellos ist die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses. Mit dem gewebten Boxengitter wirkt der WLAN-Lautsprecher edel und im Vergleich zur Marshal Acton Box im Retrodesign sehr futuristisch. Mir persönlich sagt das klassische Design ein wenig mehr zu.

Ausstattung

Der Aktiv-Lautsprecher von JBL lässt sich mittels Bluetooth und AUX-Kabel betreiben. Da der Lautsprecher keinen Akku besitzt, ist er nur bedingt für den mobilen Gebrauch geeignet. Auszuloten gilt es auch die möglichen Entfernungen von der Box, ohne dass die Verbindung abbricht. Das Besondere ist, dass JBL dem Playlist ein eingebautes Google Chromecast spendiert hat. Beim ersten Einrichten über Google Home machte mir das zwar leichte Probleme, aber sobald diese Hürde gemeistert ist, funktioniert alles einwandfrei.

Verschiedene Apps wie beispielsweise Spotify lassen sich direkt auf den Speaker streamen. Das ist wesentlich komfortabler, als über Bluetooth und lässt sich von jedem Gerät, das sich im gleichen Netzwerk befindet, verwenden. Einziges Problem ist, dass sich die Musikbibliothek „Apple Musik“ des iPhones nicht über Chromecast streamen lässt. Hier muss man dann auf Bluetooth umstellen. Sehr schade, wie ich finde!

Ein großer Vorteil gegenüber Bluetooth ist, dass man z.B. eine Playlist von Spotify über die Box abspielen und gleichzeitig das Gerät normal nutzen kann, ohne dass der Ton auf die Box übertragen wird (z.B. Anruf, Hörbuch, Handyspiel). Diese tolle Leistung wird einem erst dann klar, wenn das Gerät wieder mit einer „normalen“ Bluetooth-Box verbunden ist. Hier hat der JBL Playlist ein großes Plus gegenüber der Bluetooth-Box von Marshall zu bieten.

Google Home einrichten

Das Einrichten von Google Home ist relativ zeitintensiv und erfordert einiges an Geduld, ist aber notwendig um die Google Chromecast Funktionen nutzen zu können. Hier vier nötige Schritte:

 

 

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Google Home runterladen und starten. Es sollte „1 Gerät gefunden“ aufscheinen.

 

JBL_einrichtung2Anschließend wird eine Verbindung mit dem WLAN hergestellt. Hier muss dasselbe WLAN wie auf dem Handy ausgewählt werden. (Mein Tipp: Falls notwendig lohnt es sich, das zugehörige Passwort schon vorab zur Hand haben.)

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Das Gerät lässt sich nun verbinden und kann direkt in den Apps ausgewählt werden.

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JBL Playlist und Handy sind verbunden. Die Musik wird abgespielt.

Klang

Der Playlist ist auf der Rückseite mit einem Subwoofer ausgestattet. Durch diesen liefert die Box einen sehr satten Bass, der mit zunehmender Lautstärke fast zu stark und dominant wird. Bei normal lauter Lautstärke begeistert der JBL Lautsprecher mit einem sehr ausgeglichenen Klangbild. Hier kann man für die kompakte Größe sehr zufrieden sein. Im direkten Vergleich mit der Acton von Marshall befinden sich beide Boxen auf einem sehr hohen Niveau. Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack.

Fazit

JBL ist mit dem Playlist ein toller Lautsprecher gelungen, der sich durch sein eingebautes Chromecast von der Konkurrenz unterscheidet. Volle Kaufempfehlung, v. a. wenn man bereits Nutzer von Spotify oder ähnlichen Streaminganbietern ist.

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