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EmporiaSMART.S2

Reini

Heute teste ich das EmporiaSMART.S2. Dass dieses Handy eine andere Zielgruppe als ein „Standard“-Smartphone hat, wird man im Beitrag merken. Denn bei diesem Gerät geht es nicht rein um die Leistung, sondern um viele andere Funktionen.

Emporia selbst weist im Werbespot „Sag noch mal was von Seniorenhandy, Kleiner…“ darauf hin, dass man zu dem Gerät keinesfalls Seniorenhandy sagen sollte – nur um im Datenblatt dann wieder von „Seniorenfeatures“ zu lesen. Hier musste ich etwas schmunzeln!

Das EmporiaSMART.S2 ist in meinen Augen das „Großtastentelefon“ für Personen, die sich das erste Mal ein Smartphone zulegen wollen, aber eher ängstlich sind, ob sie sich damit zurecht finden und natürlich auch für Benutzer, die keine optimale Sehleistung mehr haben, aber doch ein Smartphone ihr eigen nennen wollen. Somit ist es natürlich eher ein Gerät für die etwas ältere Generation – wobei das NICHT 80 Jahre aufwärts heißen muss. Es gibt immer noch genügend deutlich jüngere Personen, die sich den Umstieg nicht zutrauen. Hier kann das neue EmporiaSMART.2 die Lösung sein.

Bedienung, Oberfläche und mehr

Beginnen wir direkt mit einem der wichtigsten Punkte: der Bedienung. Es gibt keine große Einrichtung, insbesondere keine Google-Installation wie sonst bei Android-Geräten üblich, weil auch kein Google-Play Store vorinstalliert ist. Und nicht nur hier wird man merken, dass vieles anders ist als bei einem herkömmlichen Android-Telefon.

Emporia_Smart_S2_start

Zuerst kommt man zum Hauptbildschirm, dem mittleren der drei Homescreens. Wie man oben sieht, ist der Startbildschirm sehr übersichtlich gestaltet. Man hat den Telefonhörer, um dort die letzten Gespräche sehen zu können, oder man wechselt zum Tastenfeld bzw. zum Telefonbuch.

Emporia_Smart_S2_Telefonbuch Auch hier merkt man, dass natürlich alles eine gewisse Größe für eine leichtere Ablesbarkeit hat.

Mit der SMS-App ist das Versenden und Empfangen von SMS und MMS mit dem EmporiaSMART.S2 natürlich kein Problem.
Mein Tipp: Wer schlecht sieht, ist gut beraten, das Gerät quer zu halten, weil dadurch die Tastatur wesentlich größer ist. Emporia_Smart_S2_sms2

Weiters sind am Homescreen noch der Button zum Foto-Betrachten, wo man auch in den Aufnahmemodus wechseln kann, und der Info-Button, der über versäumte Anrufe, Updates etc. informiert.

Ganz oben kann man noch auf das Zahnrad gehen, um zu den Einstellungen zu gelangen.

 

Emporia_Smart_S2_menu1Als erstes kann man die Taschenlampe, den Wecker, den Lautlos-Modus und das WLAN ein- bzw. ausschalten. Mit einem Klick auf „weitere Einstellungen“ kann man dann auch Bluetooth, mobile Daten, WLAN-Hotspot, Flugmodus etc. ein-/ausschalten und man findet die Verknüpfungen zu den Klingelton- oder Display-Einstellungen bis hin zu den Systemeinstellungen.

Alle Menüs verfügen über eine gute Größe und sind deutlich größer als der Standard von „klassischen“ Smartphones.

 

Emporia_Smart_S2_home2Der linke Teil der drei Homescreens ist der Bereich, wo man vier Kontakte auf Kurzwahl setzen oder auch die Notruffunktion bearbeiten kann.

Bei der Notruffunktion kann man bis zu fünf Personen angeben, die nacheinander angerufen werden sollen, wenn der Notrufknopf gedrückt wird.

Mein Tipp: Ich empfehle, immer mehrere Personen aus dem Verwandtenkreis auszuwählen und erst in letzter Instanz den „echten“ Notruf zu wählen – einfach um keine falschen Alarme bei den echten Notdiensten bei versehentlicher Aktivierung auszulösen. Man kann die Notruftaste auch deaktivieren. Ein zweiter Akkudeckel der mitgeliefert ist, hat außerdem gar keinen Notrufknopf, um jegliche Fehlaktivierung auszuschließen.

Apps

Emporia_Smart_S2_home3Nun kommen wir zum letzten der drei Homescreens: Der rechte Teil ist den meist genutzten Apps gewidmet. Das Gerät setzt diese automatisch in diese Liste und erst wenn man auf „Alle Apps“ klickt, kommt man zu allen weiteren Apps. Soweit so einfach.

Wie vorhin erwähnt, ist auf dem Gerät standardmäßig kein Google-Play Store und somit kein App Store vorhanden! Dafür gibt es die App „App Installer“, die auf dem Gerät vorinstalliert ist. Mit dieser App lassen sich einige der bekanntesten Apps wie Facebook und WhatsApp installieren. Leider ist keine Aktualisierung möglich und man wird z.B. für WhatsApp nicht daran vorbeikommen, ein Google-Konto einzurichten.

Emporia_Smart_S2_InstallerDafür geht man wieder in den „App Installer“ und installiert „Google Services“. Sobald dies erledigt ist, kann man sein Google-Konto hinzufügen (einfach Play Store öffnen), alle gewünschten Apps herunterladen und natürlich auch aktualisieren.

Ich habe nun die wichtigsten Funktionen erklärt. Es ist auch ein einfach verständliches Trainingsbuch dabei, das vor allem für Einsteiger eine interessante sowie wertvolle Lektüre ist.

 

 

Kamera

Die Kamera löst mit acht Megapixeln aus, die Frontkamera mit zwei Megapixeln. Die Kamera ist nichts Besonderes. Die Aufnahmen bei Kunstlicht haben schnell ein Bildrauschen und wirken nicht zu 100 % klar. Die Aufnahmen bei Tageslicht hingegen sind in Ordnung. Man darf sich keine Wunder erwarten, aber die Aufnahmen sind auf jeden Fall besser, als die von den „klassischen“ Großtastentelefonen. Und man darf auch nicht vergessen, dass das Gerät kein 800 Euro teures TOP-Smartphone ist – hier haben wir eben eine andere Zielgruppe.

Leistung

Im Gerät arbeitet eine Quad Core 1,3 GHz CPU mit 2 GB RAM und 16 GB Speicher. Der Speicher hatte bei mir über 10 GB frei und lässt sich per microSD-Karte auf bis zu 32 GB erweitern. Als Betriebssystem kommt Android 6 zum Einsatz. Das ist zwar nicht die neueste Version, aber für diesen Zweck wie ich finde mehr als ausreichend. Die Leistung ist für klassisches Surfen auf jeden Fall ausreichend.

Mein Tipp: Ich habe beim Testen den Browser Chrome installiert, weil dieser von den Ladezeiten bei mir besser war als der vorinstallierte Standard-Browser.

Für WhatsApp-Anwendungen reicht die Leistung natürlich vollkommen. Bei Spielen kommt das EmporiaSMART.S2  an seine Grenzen. Zum Beispiel: Doodle Jump war noch kein Problem. Bei Angry Birds 2 machen sich dann schon eine längere Ladezeit und leichtere Ruckler bei Bild und Ton bemerkbar. Man muss aber in aller Deutlichkeit betonen: Das Gerät ist kein wirkliches Zielgruppengerät für Spieler!

Sonstiges

Das Display ist für die Zielgruppe vollkommen ausreichend. Bei sehr kleinen Schriften beim Surfen merkt man, dass diese nicht mehr gut zu lesen sind, weil die Auflösung fehlt. Dafür ist das Gerät auch für Schwerhörige geeignet.

Es kann einen WLAN-Hotspot erstellen, um zum Beispiel ein Tablet mit Internet versorgen zu können. Das Gerät unterstützt 4G Netzwerke und hat auch sonst alle wichtigen Features an Bord wie Kalender, Freisprechfunktion etc.

NFC hat das EmporiaSmart.S2 allerdings nicht.

Emporia_Smart_S2_sperreIch würde Emporia empfehlen, beim Entsperrbildschirm noch einen Pfeil zu machen, sonst drücken die Nutzer vielleicht nur auf die Entsperrtaste und schieben sie nicht nach rechts. Das passierte mir nämlich beim ersten Mal. Mein Vorteil war allerdings, dass ich in kurzer Zeit herausfand, dass man Schieben statt Draufdrücken muss.

Eine Sache finde ich auch noch schade: den microUSB-Anschluss. Hier wäre der USB Typ C Anschluss wirklich ideal gewesen, weil man hier den Stecker in beide Richtungen einstecken kann und nicht mehr aufpassen muss, ob der Stecker falsch herum eingesteckt wird, was immer wieder ein Problem bei Menschen ist, die schlecht sehen.

Fazit 

Unterm Strich bestätigt sich für mich: Das Smartphone ist ideal für die Zielgruppe „Einsteiger“ oder für ältere bzw. sehschwache Personen. Das EmporiaSMART.S2 ist ein Gerät ohne viel Schnick-Schnack, dafür mit großer Schrift und guter Verarbeitung für diese Preisklasse – auch wenn ich einen vorinstallierten Play Store gerne gesehen hätte. Er lässt sich allerdings sehr einfach nachinstallieren. Die Kamera liefert keinen WOW-Effekt, aber ist für die Preisklasse in Ordnung. Insbesondere im Vergleich zum ersten Modell hat man hier genug Speicher für ein paar Apps einkalkuliert. Der Preis für ein Gerät, für das extra eine Software geschrieben werden musste, ist vollkommen in Ordnung.
Das EmporiaSMART.S2 ist kein Leistungswunder – aber das muss es auch nicht sein. Denn für fortgeschrittene Nutzer wird dieses Gerät sowieso nicht in die engere Wahl kommen. Man ermöglicht mit diesem Gerät aber sicher vielen Menschen Zugang zu der mobilen, digitalen Welt, die sich sonst vielleicht nie darüber getraut hätten. Dazu kommt noch ein Trainingsbuch und verständliche Beschreibungen.

Daumen hoch – ein gutes Gerät für die richtige Zielgruppe!

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