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CarConnect von T-Mobile

Reini

Wenn das Auto zum „smart car“ wird, könnte das an dem neuen Stick CarConnect von T-Mobile liegen. Der heutige Blog dreht sich um den Stick, der Fahrzeugdaten ausliest und die Position per GPS bestimmt.

CarConnect von T-Mobile ist ein Stick der am OBD-2-Anschluss („On-Board-Diagnostik“) des Autos angesteckt wird. Die Daten werden online per eingelegter SIM-Karte über das Internet übertragen. Der Anschluss sollte bei allen neuen Fahrzeugen ab dem Baujahr 2003 vorhanden sein. Es gibt auf t-mobile.at zusätzlich ein Tool, wo man bereits getestete Fahrzeuge abfragen kann.

CarConnect_fahrverlaufWelche Funktionen und Vorteile bringt CarConnect?

WLAN-Hotspot

Den passenden Tarif vorausgesetzt können sich Smartphone, Laptop, Tablet & Co. ganz einfach mit dem Internet verbinden. So können Kinder auf einer langen Urlaubsfahrt ihre Lieblingssendung am Tablet schauen. Im Geschäftsbereich können mit dem Laptop E-Mails gecheckt werden. Auch in Taxis kann ich mir einen deutlichen Mehrwert, vor allem für ausländische Gäste, vorstellen! Der Hotspot schaltet sich nach Abstellen des Motors nach ca. fünf Minuten ab.

Störungsanzeige

CarConnect von T-Mobile hat auch die Möglichkeit, den Fehlerspeicher auszulesen und schickt Fehlermeldungen prompt auf das Smartphone. Diese Funktion finde ich sehr nützlich – man stelle sich vor, die Motorkontrollleuchte leuchtet auf. Durch die Info sieht man, ob der Fehler nur ein defekter Sensor ist oder ob ein größeres Problem vorliegt. Wenn man dann beim Mobilclub bzw. Mobilitätsservice des Autoherstellers anruft, wird der Techniker viel genauere Anweisungen geben können: „Nein, jetzt ist eine Fahrt von 400 km auf keinen Fall ratsam oder kein Problem, der Fehler kann auch nach Rückkehr der Reise behoben werden.“

Der Stick kann aber nur lesen und den Fehlerspeicher nicht löschen. Was ich auch gut finde, denn der Laie sollte hier nicht „dreinpfuschen“ können.

Fahrstrecken und Fahrtenbuch

Es werden alle Strecken, die man zurücklegt, mitgespeichert. So sieht man genau, welche Strecken gefahren wurden, zusätzlich wird die maximale Geschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die maximale Motordrehzahl, die Entfernung und Punkte mitgespeichert, wo man stärker beschleunigt bzw. gebremst hat sowie ob der Motor irgendwo länger im Leerlauf gestanden ist.

Wenn man das Fahrtenbuch ausdruckt (wird per E-Mail zugesandt) werden als geschäftlich markierte Strecken extra ausgewiesen. So kann man sein Kilometergeld für geschäftliche Fahrten einfach ausrechnen, ohne immer mitschreiben bzw. im Nachhinein Kilometer berechnen zu müssen (z.B. mit Google Maps).

Sollte am Autonutzungsort kein Netz vorhanden sein, so funktionieren die Live Ortung oder online übertragene Warnungen nicht. Die Strecke wird aber gespeichert und bei erneuter Online-Verbindung wird der Fahrtverlauf durch „Offline-Gebiete“ angezeigt.

CarConnect_fahrzeugdatenFahrzeugdaten

Auch die Batteriespannung wird angezeigt und man wird gewarnt, wenn die Batterie auf ein kritisches Niveau absinkt. Hier wird ein Diagramm mit der Entwicklung der einzelnen Tage angezeigt. Wenn diese immer wieder unter die kritische Marke fällt, sollte man die Batterie prüfen lassen. So kann man sich die Situation ersparen, dass das Auto sich nicht mehr starten lässt. Auch die Tankfüllung wird angezeigt – wobei diese Funktion anscheinend nicht von allen Autos unterstützt wird.

Es wird natürlich auch der letzte Standort gespeichert, wo das Auto geparkt wurde – sofern es sich unter freiem Himmel befindet. Im Parkhaus ist leider meist kein GPS verfügbar – den genauen Stellplatz besser doch merken.

CarConnect_batterieWeitere Warnmöglichkeiten

Der Stick hat einen Bewegungssensor verbaut. Sobald dieser aktiviert wird, zeigt die App eine Warnung an, dass mit dem Auto eventuell etwas nicht in Ordnung ist. Bei einem etwas stärkeren „Parkrempler“ hat man so vielleicht die Möglichkeit, schnell zum Auto zu laufen und den Übeltäter noch auf frischer Tat zu ertappen.

Das System erkennt auch, wenn das Auto abgeschleppt wird und gibt eine Meldung aus. Diese Funktion musste ich aber selber zum Glück noch nicht testen.

Wer das Auto verborgt oder das Kind mit dem gerade erworbenen Führerschein sitzt hinter dem Steuer sitzt oder zur Kontrolle von Firmenwagen gibt es zwei Kontrollmöglichkeiten:

1. Geofences

Man stellt einen Ort ein und ausgehend von dort einen einstellbaren Umkreis von bis zu 40 km. Betritt oder verlässt das Auto diesen Bereich, wird eine Warnung ausgegeben. So kann man leicht überwachen, ob sich der Fahrer des eigenen Autos an die abgemachten Bedingungen hält.

2. Geschwindigkeit

Man kann sich auch beim Überschreiten einer Geschwindigkeit warnen lassen. So kann man, wenn mehrere Lenker das Fahrzeug benutzt haben, eventuell den „Bleifuß“ mit der erhöhten Strafzettelgefahr zu einem klärenden Gespräch einladen.

Warnungen, wenn eine Fahrt begonnen oder beendet wird, lassen sich ein- bzw. ausschalten. Sobald der CarConnect von T-Mobile entfernt wird, kommt ebenfalls eine Meldung. Da der Stick einen eingebauten Akku hat, kann er noch „Alarm“ schlagen, obwohl er abgesteckt wurde.

CarConnect_warnungeneinstellenStandby-Funktion

Wird der Motor abgeschaltet, dauert es ca. fünf Minuten bis das Gerät in den Sleep-Mode geht. Im Sleep-Mode wird dann der WLAN-Hotspot und die Mobilfunkverbindung unterbrochen. Der Bewegungssensor bleibt natürlich aktiv und kann das Gerät jederzeit wieder Hochfahren.

Lt. Supportauskunft: Sollte die Autobatterie auf ein sehr kritisches Niveau fallen, kommt eine Warnung diesbezüglich und das Gerät schaltet den Dienst komplett ab, bis die Batterie wieder eine akzeptable Leistung erreicht hat. Das Hochfahren dauert unter einer Minute – die Meldung, dass etwas passiert oder, dass das Auto wegfährt, ist dadurch systembedingt bis zu einer Minute verspätet.

App-Steuerung

Alle Daten werden zentral in der CarConnect-App angezeigt, die für Android und iOS verfügbar ist. Da die App rein cloudbasiert ist, kann man sich auch auf mehreren Geräten einloggen. Ich habe ein Android- und ein Apple-Gerät und die Warnungen kommen problemlos auf beiden Geräten an. Aktuell gibt es keine Weboberfläche. Das System kann somit derzeit nur über die mobilen Apps genutzt werden. Um die App zu nutzen, muss man kein T-Mobile Kunde sein, der Vertrag für den CarConnect reicht aus!

Preise und Tarife

T-Mobile bietet aktuell (Stand: 3.12.2017) zwei Tarife an:

Tarif für Kunden, die den WLAN-Hot Spot nicht nutzen wollen:

300 MB inkl. EU für 3,49 im Monat ohne Servicepauschale und ohne Bindung. Der Stick kostet einmalig 149 Euro. Eine Teilzahlung über T-Mobile ist nicht möglich.

Tarif mit vollem Funktionsumfang:

6 GB inkl. EU bis zu 3GB für 8,99 im Monat, 22 Euro jährliche Servicepauschale, 24 Monate Bindung, 72 Euro für den Stick einmalig. Eine Teilzahlung für zwei Jahre ist möglich.

Das Aktivierungsgebühr lt. Tarifblatt beträgt 69,99 Euro bei beiden Tarifen. Aktuell (3.12.2017) wird diese bei beiden Tarifen nicht verrechnet. Zusatzpakete sind möglich. So kann man z.B. beim 300 MB Tarif ein Datenpaket zubuchen, wenn man den WLAN-Hotspot nur gelegentlich, aber nicht immer benötigt – also zum Beispiel nur auf Urlaubsreisen.

Auch FamilyBytes ist möglich! So kann der Home Net Kunde – solange auch hier die Aktion gültig ist – bis zu weitere 20 GB gratis nutzen (Achtung: Das Gratis Paket enthält kein EU-Volumen)!

Mögliche Probleme

Ich finde, dass viele Autos als noch nicht getestet in der Datenbank stehen. Das muss aber nicht heißen, dass der CarConnect nicht kompatibel ist. Sollte das eigene Auto nicht aufgelistet sein, dann ist es das einfachste, sich das Produkt zu kaufen und zu testen. Aktuell kann man das Gerät binnen 14 Tagen retournieren.

Der OBD-2-Anschluss ist meist unter dem Lenkrad oder irgendwo im Fahrerbereich positioniert. Ich habe den Stick an zwei Autos ausprobiert: Honda Civic, Bj. 2011 und Ford Tourneo Courier, Bj. 2016. Honda hat den Anschluss ganz rechts unter dem Lenkrad. Hier ist absolut kein Platzproblem und der Stick stört nicht. Beim Ford sieht es anders aus: Unter dem drehbaren Lichtschalter ist eine Klappe, die man aufmachen kann, und darunter versteckt sich der Anschluss. Toll für den Mechaniker, der so viel schneller zum Anschluss kommt und nicht unten „reinkriechen“ muss, aber schlecht für den CarConnect. Denn durch den Stick lässt sich die Klappe unmöglich schließen! Erst das zweite OBD-2-Verlängerungskabel, das ich gekauft habe und einen sehr schmalen Stecker hatte, war lang genug, damit sich der Stick in das Fach reinlegen und sich die Klappe wieder schließen hat lassen.

Wenn der Stick die FIN (Seriennummer des Fahrzeuges) nicht auslesen kann, dann wird, wenn man den Stick ab und dann wieder ansteckt, ein „neues“ Fahrzeug in der App erzeugt. Das „alte“ bleibt dann auf offline. Hier kann man dann die Fahrzeuge zusammenfügen. Die Fahrten werden auf das „neue“ Fahrzeug übertragen. Leider muss man aber die meisten Einstellungen wie den Namen des Fahrzeuges, Farbe, Seriennummer etc. erneut eintragen. Das Problem hat man aber nur, wenn man den Stick ab- und wieder anstecken muss. Zum Beispiel, weil beim Service der Techniker den Anschluss für sein Diagnosegerät benötigt.

Bei meinem Test passierte es, dass der Stick in seltenen Fällen nach einem Gebiet ohne Netz in der App offline blieb, WLAN funktionierte noch. Erst nachdem das Gerät in den Sleep Mode ging und dann wieder durch Starten in Betrieb genommen wurde, war das Gerät wieder online.

Über den GPS-Empfang kann ich nicht klagen. Der Stick hat allerdings keine externe GPS-Antenne. Wenn man jetzt zum Beispiel eine spezielle Windschutzscheibe hat, die teilweise auch bei klassischen Navigationsgeräten Probleme macht, kann ich leider nicht sagen, wie sich das auf den CarConnect auswirkt.

Man muss dazu sagen, dass das System noch keinen Monat in Betrieb war, als ich es getestet habe. Ich denke, dass die von mir erwähnten Fehler sicher/hoffentlich noch behoben werden. Denn das Produkt an sich finde ich sehr gut, weil es auch ältere Fahrzeuge „smart“ werden lässt.

Fazit

CarConnect von T-Mobile ist ein Gerät, das für den richtigen Nutzer auf jeden Fall einen Mehrwert bringt. Man kann das Auto live in der App verfolgen, bekommt ein Fahrtenbuch und viele Warnmöglichkeiten. Der mögliche WLAN-Hotspot rundet das Ganze ab. Ich werde mein Gerät behalten, weil mir die Funktionen gefallen und ich allgemein gerne mit solchen Produkten „spiele“.

Durch die zweiwöchige Testmöglichkeit, hat man aktuell ein Rückgaberecht. Es wäre also kein Problem, wenn sich der Stick mit dem eigenen Auto als inkompatibel herausstellt.

WICHTIGE ANMERKUNG ZUM SCHLUSS

Ich bin KEIN Rechtsexperte!

Man muss den Fahrer eines Fahrzeuges meines Wissens nach darüber informieren, dass dieser durch das Gerät überwacht wird! Bei Firmenfahrzeugen wird das rechtlich eventuell noch heikler sein. Also auf jeden Fall die Fahrer informieren, dass eine Überwachung stattfindet und im Zweifelsfall – insbesondere, aber nicht nur – sollte bei gewerblicher Nutzung auch rechtlicher Rat von einem Profi in dem Bereich eingeholt werden!

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